Wem gehört das Land hinter Googles KI-Hub in Indien?

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Wem gehört das Land hinter Googles KI-Hub in Indien?
KI generiertes Bild: Google baut bei Visakhapatnam einen der grössten KI-Datenzentren-Campus ausserhalb der USA, ein Investment von 15 Milliarden US-Dollar bis 2030.

TLDR: Google baut bei Visakhapatnam einen der grössten KI-Datenzentren-Campus ausserhalb der USA, ein Investment von 15 Milliarden US-Dollar bis 2030. Ein Teil des benötigten Landes wurde vor rund 50 Jahren gezielt an landlose Dalit-Familien vergeben, um sie wirtschaftlich abzusichern. Jetzt sollen genau diese Familien ihr Land wieder abgeben, teils unter Marktwert entschädigt. Der Fall zeigt, wie physisch KI-Infrastruktur tatsächlich ist und wer die Kosten dafür trägt, wenn niemand genau hinschaut.

Was in Andhra Pradesh passiert

Ende April 2026 legte Andhra Pradeshs Regierungschef Chandrababu Naidu den Grundstein für ein 1-Gigawatt-Datenzentrum von Google nahe Visakhapatnam. Das Projekt ist Teil eines 15-Milliarden-Dollar-Investitionsplans, den Google zwischen 2026 und 2030 in Indien umsetzt, in Partnerschaft mit Adani ConneX und Airtel Nxtra. Naidu bezeichnete den Tag als historisch für Andhra Pradesh und positionierte den Campus als grösste Anlage dieser Art in Asien.

Google benötigt dafür laut übereinstimmenden Berichten rund 480 bis 500 Acres, verteilt auf drei Standorte: Tarluvada, Adavivaram und Rambilli. In Tarluvada allein betreffen 200 Acres Land, das Dalit-Familien gehört. Diese Familien berichten von Druck, ihr Land an die Regierung zu verkaufen, die es anschliessend an Google weiterreicht.

Was den Fall von einer gewöhnlichen Landakquise unterscheidet, ist die Herkunft des Bodens. Das Land wurde vor rund 50 Jahren im Rahmen staatlicher Umverteilungsprogramme an Dalit-Familien vergeben, historisch die am stärksten marginalisierte Gruppe im indischen Kastensystem, die über Generationen systematisch von Landbesitz ausgeschlossen war. Die Zuteilung war keine Formalität, sondern eine gezielte Massnahme gegen wirtschaftliche Abhängigkeit. Wenn dieses Land nun für Infrastruktur beansprucht wird, trifft das dieselben Familien an genau der Stelle, an der die frühere Umverteilung sie eigentlich schützen sollte.

Entschädigung und die Frage nach dem fairen Preis

Der Streit um den Preis ist der konkreteste Teil des Konflikts. Ursprünglich bot die Regierung rund 17 Lakh Rupien pro Acre, später erhöht auf 20 Lakh, teils mit zusätzlichem Multiplikator auf bis zu 50 Lakh pro Acre. Aktivist:innen und betroffene Familien sagen, das liege weiterhin unter dem tatsächlichen Marktwert. Die frühere Village-Council-Vorsitzende Pyla Kondamma erklärte gegenüber The Wire sinngemäss, weder der Staat noch Google könnten ihr das Land einfach wegnehmen.

Wichtig für die Einordnung: Nicht alle betroffenen Familien lehnen das Projekt ab. Berichte aus dem Herbst 2025 zeigen, dass die meisten lokalen Landbesitzer:innen die staatliche Entschädigung akzeptiert und ihren Protest beendet haben. Es ist vor allem eine Gruppe von Dalit-Familien, die weiterhin widerspricht, mit dem Argument, dass ihr Land eine andere rechtliche und historische Ausgangslage habe als gewöhnliches Kulturland. Im Juli 2026 protestierten Bäuerinnen und Bauern erneut, diesmal wegen ausstehender Entschädigungszahlungen sowie nicht eingelöster Zusagen zu Jobs, Ersatzland und Infrastruktur. Der Konflikt ist damit nicht abgeschlossen, sondern läuft parallel zum Baufortschritt weiter.

Die ökologische Dimension

Der zweite Streitpunkt betrifft Ressourcen. Der frühere IAS-Beamte EAS Sarma wirft den Behörden vor, das Gesamtprojekt bewusst in kleinere Teilabschnitte zerlegt zu haben, um strengere Umweltprüfungen zu umgehen. Er verweist zudem auf bereits kritisch belastetes Grundwasser in Rambilli. Ein Datenzentrum dieser Grössenordnung benötigt erhebliche Mengen Wasser für die Kühlung, in einer Region, die laut lokalen Stimmen bereits unter Wasserknappheit leidet. Hinzu kommt die Belastung des Stromnetzes durch die stark schwankende Last, die Rechenzentren erzeugen, ein Effekt, der andere Nutzer:innen des lokalen Netzes zusätzlich trifft.

Google verweist im Gegenzug auf Investitionen in Übertragungsleitungen, saubere Energieerzeugung und Speichersysteme für Andhra Pradesh. Diese Zusagen sind real, lösen aber das strukturelle Problem nicht: Die Genehmigungslogik und die Verhandlungsmacht liegen fast vollständig bei Staat und Konzern, nicht bei den betroffenen Landbesitzer:innen.

Warum das mehr ist als eine lokale Geschichte

Der Fall Visakhapatnam ist relevant, weil er ein Muster sichtbar macht, das mit dem globalen KI-Ausbau wahrscheinlicher wird, nicht seltener. Jedes grosse Sprachmodell braucht physische Infrastruktur: Land, Wasser, Strom, Kühlung. Diese Ressourcen sind endlich und lokal gebunden, während die Nachfrage nach Rechenleistung global und exponentiell wächst. Wer trägt die Kosten dieser Physik, wenn die Nutzung des Modells überall stattfindet, die Belastung aber an einem einzigen Ort konzentriert ist?

Für Unternehmen, die KI-Infrastruktur nutzen oder mitfinanzieren, ist das keine rein akademische Frage. Lieferketten-Verantwortung und ESG-Berichterstattung erfassen zunehmend auch die Standortwirkung von Cloud- und KI-Partnern. Wer als Unternehmen auf grosse Hyperscaler setzt, sollte wissen, unter welchen Bedingungen deren Infrastruktur entsteht, nicht nur, wie schnell sie verfügbar ist.

Die wichtigsten Punkte

  • Googles Datenzentrum bei Visakhapatnam ist Teil eines 15-Milliarden-Dollar-Investitionsplans in Indien (2026 bis 2030), mit 1 Gigawatt Leistung eines der grössten Projekte seiner Art ausserhalb der USA.
  • Rund 480 bis 500 Acres über drei Standorte werden benötigt, davon 200 Acres in Tarluvada, die Dalit-Familien gehören.
  • Das betroffene Land wurde vor rund 50 Jahren gezielt an landlose Dalit-Familien vergeben, um wirtschaftliche Abhängigkeit zu verhindern.
  • Entschädigungsangebote stiegen von 17 auf bis zu 50 Lakh Rupien pro Acre, gelten laut Betroffenen weiterhin als unter Marktwert.
  • Ein Grossteil der ursprünglich betroffenen Landbesitzer:innen hat die Entschädigung akzeptiert, eine Gruppe von Dalit-Familien protestiert weiter, zuletzt im Juli 2026.
  • Kritiker:innen werfen den Behörden vor, das Projekt in Teilabschnitte zerlegt zu haben, um strengere Umweltprüfungen zu umgehen.
  • Der Fall macht sichtbar, dass KI-Infrastruktur reale physische und soziale Kosten hat, die selten Teil der öffentlichen Debatte über Modellleistung sind.

Disclaimer

Disclaimer: dieser Artikel wurde nach meinem eigenen Wissen und dann mit Recherchen mit KI (Perplexity.Ai und Gemini.Google.com) manuell zusammengestellt und mit Deepl.com/write vereinfacht. Der Text wird dann nochmals von zwei Personen meiner Wahl gelesen und kritisch hinterfragt. Das Bild stammt von KI-generierter Bildgebung (Ideogram/Adobe Firefly). Dieser Artikel ist rein edukativ und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Bitte melde dich, wenn Du Ungenauigkeiten feststellst, danke.

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Quellen und weitere Informationen

Arab News. (2026, June 7). Local fears mount as construction begins on Google's India AI hub. https://www.arabnews.com/node/2646273/world

The Federal. (2025, October 28). Why a nondescript village in Andhra is pinning its hopes for a better tomorrow on Google. https://thefederal.com/category/the-eighth-column/andhra-pradesh-tarluwada-google-ai-hub-data-centre-jobs-growth-real-estate-213558

The Hindu. (2026, July). Farmers protest over pending compensation for Visakhapatnam data centre project. https://www.thehindu.com/news/national/andhra-pradesh/farmers-protest-over-pending-compensation-for-visakhapatnam-data-centre-project/article71193430.ece

The Business Standard (TBS News). (2026, June 4). Giant data centre over land belonging to Dalits sparking protests in Andhra Pradesh. https://www.tbsnews.net/world/south-asia/giant-data-centre-over-land-belonging-dalits-sparking-protests-andhra-pradesh

The Wire. (2026, May 27). How data centres are displacing Dalit communities from their land. https://m.thewire.in/article/caste/how-data-centres-are-displacing-dalit-communities-from-their-land

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